Der Bautzener Lehrpfad durch die Altstadt

Ein Rundgang durch Bautzen
Die Altstadt von Bautzen mit seinen klassischen Höhepunkten, wie zum Beispiel dem Dom St. Petri, der Alten Wasserkunst und der Ortenburg, sind für mich keine Neuigkeiten. Der gewaltige Wandel in den vergangenen 30 Jahren ist nicht zu verkennen und schon bemerkenswert. Neue Besuche auf alten Pfaden lohnen sich immer wieder.
Ich beginne meine Spurensuche am Bahnhof, so wie auch in der Broschüre ursächlich beschrieben. Im weiteren Verlauf passe ich die Tour etwas an. Immer wieder kreuze ich dabei den Bautzener Geschichtspfad, der 57 Stationen enthält. Entsprechende Informationstafeln halten zu den einzelnen Objekten viel Wissen bereit.
Vom Bahnhof geht es die Bahnhofstraße bis zum Postplatz. Dominierend sind hier das Haus der Sorben und das von 1951 bis 1954 neu errichtete Postamt. Das im Eingangsbereich befindliche Glasbild „Die Post im Wandel der Jahrhunderte“, entworfen vom Zittauer Künstler Karl Wilhelm Schmidt (1902-1976), ist ein repräsentatives Beispiel für Kunst am Bau.

Ich laufe in Richtung Kornmarkt weiter. Hier beginnt das historische Stadtzentrum. Mit dem Reichenturm, dem Stadtmuseum, der Liebfrauenkirche und der beginnenden Reichenstraße mit ihren vielen Geschäften und Einkehrmöglichkeiten gibt es hier viel zu sehen. An der Kreuzung Wendischer Graben / Wendische Straße stehe ich schon vor dem ersten interessanten Gebäude – die Alte Kaserne.

Ich laufe in Richtung Kornmarkt weiter. Hier beginnt das historische Stadtzentrum. Mit dem Reichenturm, dem Stadtmuseum, der Liebfrauenkirche und der beginnenden Reichenstraße mit ihren vielen Geschäften und Einkehrmöglichkeiten gibt es hier viel zu sehen. Ich wende mich heute aber anderen Sehenswürdigkeiten von Bautzen zu. An der Kreuzung Wendischer Graben / Wendische Straße stehe ich schon vor dem ersten interessanten Gebäude – die Alte Kaserne.
Wendischer Turm und Alte Kaserne
Ich laufe zur Wendischen Straße und betrachte mir das erwähnte Gebäude näher. Nicht sein Mieter, das Finanzamt Bautzen interessiert mich, sondern seine Architektur. Für das als Kaserne entworfene Bauwerk zeichnete kein Geringerer als Gottfried Semper verantwortlich. Dabei wurde der ungefähr 350 Jahre früher errichtete Wendische Turm in das von 1842 bis 1844 gebaut Areal mit eingebunden.
Ich biege rechts in die Schülerstraße ein und passiere einen weiteren Bautzner Stadtturm, den Schülerturm. Direkt danach wende ich mich links einem stillen Weg, dem Zwinger, zu. Vor mir schon zu sehen, die Gerberbastei. Früher wie heute ist in dem Areal eine Jugendherberge angesiedelt. Weiter geht es bis zum Nicolaifriedhof mit der Nicolaikirchruine.

Nicolaifriedhof, Nicolaikirchruine, Spreetal
Hier entdecke ich die alte Markierung, blau-gelber Strich auf hellem Grund. Die 1444 erbaute spätgotische Nicolaikirche wurde 1634 zerstört und ist seit dieser Zeit eine Ruine. Im 18. Jahrhundert wurde diese mit einer Friedhofskapelle ergänzt. Auf dem anliegenden Nicolaifriedhof sind christliche und weltliche Bestattungen möglich.

Vom Wehrgang aus schaue ich ins mäanderförmige Spreetal. Ein Abschnitt der alten Handelsstraße Via Regia verläuft durch diesen Stadtteil. Etwas entfernt sehe ich auf der gegenüber liegender Seite eine kleine Kapelle.

Die ursprüngliche Lehrpfadbeschreibung leitet die Besucher weit ausgedehnter zu den klassischen Highlights. Zu diesen zählen neben der Ortenburg auch das das Sorbisches Museum und das Burgtheater. Im aktuellen Bautzener Geschichtspfad sind sie alle enthalten. Ich wähle ab hier einen anderen Weg.

Den Schloßgraben nutze ich als Verbindungsweg zum Stadtmauerdurchgang. Hier stoße ich auf zwei interessante Wege, den Osterweg und den Reymannweg. Hinter mir die Stadtmauer, blicke ich ein weiteres Mal ins Spreetal. Auch hier Gassen und schmale Wege, in der näheren Entfernung entdecke ich die Friedensbrücke. In der Ferne lockt das Lausitzer Bergland.
Der Rückweg zum Bahnhof
Ich begebe mich auf den Rückweg. Ich begebe mich auf den Rückweg. Über den Burgplatz erreiche ich die Ruine der Klosterkirche St. Marien, auch Mönchskirchenruine bezeichnet. Noch einmal kreuze ich einige Gassen, erreiche die Innere und Äußere Lauenstraße und laufe zum Postplatz, über den ich am Anfang meines Rundganges spaziert bin.

Schon nach wenigen Metern stehe ich vor dem schmucken Deutsch-Sorbischen Volkstheater. Auf dem großzügigen Vorplatz ist ein Springbrunnen, der im Februar natürlich außer Betrieb ist. Er wird von mehreren Bänken eingefasst und ist Teil der Schilleranlagen. Von dieser Grünanlage sind es nur noch 500 m bis zu meinem Ausgangspunkt. Insgesamt hat meine Lehrpfadrunde eine Länge von ca. fünf Kilometern.
Literatur
- [1] Der Bautzener Lehrpfad, Erich Lodni, Herausgeber Rat der Stadt Bautzen, Abt. Volksbildung, April 1957








