Skulpturensommer Pirna 2023

Pirnaer Skulpturensommer in der Bastion Sonnenstein
Auch im Sommer 2023 bleiben sich die Pirnaer treu und veranstalten in einigen Bereichen der Bastion der ehemaligen Festung Sonnenstein den Pirnaer Skulpturensommer. Für die Präsentation zeichnet wieder einmal mehr Christiane Stoebe als Kuratorin verantwortlich.
(Aktualisierung vom 10. September 2023: Der Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke hat die Kuratorin, Bildhauerin und Kunstpädagogin Christiane Stoebe mit dem Kulturpreis der Stadt 2023 ausgezeichnet.)
Laut Aussage der Veranstalter gibt es im Jahr 2023 sogar ein kleines Jubiläum, zum zehnten Mal findet die Ausstellung statt. Seit dem Beginn im Jahr 2013 erhielt jede Kunstausstellung ein eigenes Thema. Sehr interessant fand ich u.a. „Die Dresdner Bildhauerschule von Ernst Rietschel bis heute“ im Skulpturensommer 2020/21 und „Zu Ehren von Käthe Kollwitz“ im Jahr 2017.
Seit dem ersten Coronajahr 2020 und den damit verbundenen Verboten und Behinderungen, laufen die Ausstellungen in den Sommermonaten über zwei Jahre. So begann der Skulpturensommer 2022/23 im Vorjahr anlässlich des 300. Geburtstages des Malers Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, mit dem Thema „Canaletto zu Ehren – Sinnbilder in Stein“ und wird im Jahr 2023 mit der Ausstellung „Sinnbilder in Stein“ fortgesetzt.
Pirna, das Tor zur Sächsischen Schweiz
Pirna ist per S-Bahn und Auto schnell erreicht, mit dem Fahrrad dauert es etwas länger. Sehr geruhsam kann es mit einem Dampfer gehen, was aber leider nicht immer möglich ist. Für die unregelmäßigen Fahrten ist der Wasserstand der Elbe maßgeblich. Ob ein Schiff wirklich kommt oder fährt erfahren alle Interessierten auf den Internetseiten der „Weißen Flotte“.
Der Aufstieg zur Bastion ist über verschiedene Wege möglich, die zwar alle gut ausgeschildert sind, aber eben bergan gehen. Erst mal in der Höhe angekommen, befindet sich der Eingang zur Skulpturen Ausstellung hinter der Aussichtsterrasse im Gartenbereich der meist gut gefüllten Schlossschänke.
Für den Rückweg empfehle ich den Abschnitt durch die Terrassengärten am Schlosshang. Hier gibt es herrliche Aussichten auf die Altstadt und ebensolche in die Ferne. Bänke laden zum Verweilen ein.
Die Kunstausstellung 2023
Wenn der Besucher seinen Obolus am Eingang entrichtet hat, 2023 kostet der Besuch 6 Euro, wird er von den historischen Räumen in der Festungsanlage gefangen genommen. Die ehemals zu Verteidigungszwecken errichteten Gewölbe, Gänge und Türme dienen nun als Ausstellungsbereiche. Auf verschiedenen Ebenen werden als Leihgaben Steinskulpturen der Zwingerbauhütte Dresden und der Sandsteinwerke Pirna den Kunstwerken von 16 zeitgenössischen Bildhauern aus Deutschland gegenübergestellt.
Für die Besichtigung der ausgestellten Exponate, einige davon gehören wohl zum Stamm bzw. sind Dauerausstellungsstücke, gibt es keinen Rundweg und keine Wegvorgaben. Gerade durch den notwendigen Hin- und Rückweg wird die Betrachtung die Steinskulpturen noch interessanter. Im Freibereich stehen Gartenstühle zum Verweilen bereit. Leider wird jedoch der Blick ins Elbtal durch die Natur behindert. So gibt es nur kleine Sichtachsen auf die gegenüber liegende Elbseite nach Pirna-Posta und hinab zur Schifftorvorstadt.






