Der Schlossberghang Pirna

Der Schlossberghang Pirna
Pirna, das Tor zur Sächsischen Schweiz, liegt ca. 25 km südöstlich von Dresden. Für Besucher, ob Urlauber oder Tagestouristen, gibt es in der kleinen Stadt an der Elbe viel zu entdecken. Zahlreiche enge Gassen und Straßen führen zum berühmten Marktplatz mit seinem freistehenden Rathaus. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die bemerkenswerte Marienkirche, deren Besuch dringend zu empfehlen ist. Wenige Schritte weiter beginnt mit den Terrassengärten am Schlossberghang eine neu gestaltete Ruhezone. Diese Gartenanlage bildet die Verbindung zwischen der Altstadt Pirna und dem auf einem Plateau liegenden Areal Sonnenstein mit seinem Schloss, dem Park und der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.

Schloss Pirna Sonnenstein
Die oberhalb von Pirna gelegene ehemalige Festungsanlage Pirna-Sonnenstein hat eine lange Geschichte. Seit reichlich 200 Jahren erfolgt eine zivile Nutzung der Gebäude und der großen Parkanlagen. Leider hat es in dieser langen Zeit auch einen kurzen Abschnitt gegeben, der einzig und allein die Tötung von Menschen zum Ziel hatte. „Die Schatten über Pirna Sonnenstein“ habe ich meinen Beitrag über die heutige Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein genannt.
Die Gegenwart und Zukunft des Schlosses Sonnenstein sehen besser aus. Nach vielen Jahren des Leerstands und des teilweisen Verfalls, wurde das Areal 2010 bis 2011 saniert. Es beherbergt nun u.a. das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Terrassengärten am Schlossberg
Mit der Neugestaltung des eigentlichen Schlossareals war es aber nicht getan. Schon im Frühjahr 2012 konnten am südwestlichen Teil des Schlossberghangs die Terrassengärten Pirna eingeweiht werden. Über Treppen und Wege ist so eine fußläufige Verbindung von der Pirnaer Altstadt zum Sonnenstein möglich.

Seitdem sind zehn Jahre vergangen und in Pirna gab es keinen Stillstand. Die Schlosstreppe wurde saniert, ebenso die Schlossterrasse. Der für Pirna bekannte Canalettoweg durchstreift die Terrassengärten und kann als Zugang zur Bastion Pirna benutzt werden.
Insgesamt ist der kleine Bereich ein herrlicher Ort zum Ausspannen. Bänke laden auf unterschiedlichen Terrassenebenen zum Verweilen ein. Einmal an der oberen Schlossbergterrasse angekommen, sind herrliche Blicke auf die Altstadt von Pirna möglich.

Der Weg zum Schlossberg
Der Weg zum Schlossberg
Der Marktplatz von Pirna ist ein beliebter Treffpunkt und Ausgangspunkt für Stadtführungen. Gern nutzen Touristen an dieser Stelle den bereitgestellten Bilderrahmen für „ihren Canalettoblick“.

Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, lebte von 1722 bis 1780. Seine Vedutenmalerei ist nicht nur für Pirna prägend geworden. Trotzdem fühlen sich die Pirnaer dem Meister sehr verpflichtet und widmen ihm anlässlich seines 300. Geburtstag verschiedene Ausstellungen und Aktionen.
Vom Marktplatz beginne ich meinen Weg, nutze die Kirchgasse und laufe vorbei an Marienkirche und Erlpeterbrunnen bis zur Straße Am Schlossberg. Nun geht es leider öfters bergan. Nach wenigen Metern stoße ich auf den Canalettoweg. Hier kann jeder selbst entscheiden, welchen Weg er einschlägt. Die Schlosstreppe ist die kürzeste Verbindung nach oben, von den Terrassengärten sieht man aber so leider nichts. Ich nutze für meinen Aufstieg verschiedene Wege und Treppen. Ab und an geht es auch mal ein paar Meter zurück. Bänke und tolle Blicke gleichen die Mühen aber allemal aus.
Nach dem Erreichen des Plateaus, durchstreifte ich noch etwas die Anlage auf dem Sonnenstein. Zwischen rekonstruierten Gebäudeanlagen und Neubauten finden sich auch immer wieder Objekte, an denen es noch was tun gibt. Für den Rückweg wähle ich hinter dem Schlosshof einen Verbindungsweg, der mich wieder zum Canalettoweg führt. Über den rot markierten erreiche ich so meinen Ausgangspunkt ganz zügig.





